Duftbaeumchens Blog

Archive for the ‘dies und das’ Category

Kunstkäse

Posted by duftbaeumchen - 27. Juli 2006

Obwohl das Wort "stifteln" im aktuellen Duden überhaupt nicht vorkommt, ist es aus dem täglichen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken.
 
Zumindest bietet Herr Guhgl mehr als 900 Fundstellen.
 
Und auf der Käsepackung von Aldi steht’s auch.
 
 

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Tip vom Hausmännchen

Posted by duftbaeumchen - 25. Juli 2006

Fettflecke auf heller "Wohnlandschaft" halten sich besonders lange, wenn man sie regelmäßig mit frischer Butter bestreicht.

Man sollte allerdings darauf achten, nur wasserarmen Brotaufstrich zu verwenden.

Sonst bleiben so komische Ränder.


Und das sieht nun wirklich nicht schön aus.


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Peter-Prinzip

Posted by duftbaeumchen - 22. Juli 2006

Ich bin mir nicht sicher, ob sich meine Mutter über die Konsequenzen ihres Tuns im Klaren ist.

Ich bin gehalten, als einziger ortsansässiger Hinterbleibender während der Urlaubszeit die Pflanzenpflege zu übernehmen.

Auch wenn ich mir noch so Mühe gebe, …

…ich garantiere für nichts.


Selbst genau aufgestellte Gieß- und Besprechungspläne werden wenig helfen.
Da ich weiß, daß ich auf dem Gebiet der Floristik meine Stufe der Unfähigkeit  erklommen habe
(ich komme in einem späteren Beitrag noch einmal auf diese Gesetzmäßigkeit zurück), gibt es in meinem Haushalt keine lebendigen Pflanzen. Man muß die Geschöpfe ja nicht unnötig quälen. Selbst das Gartenkraut Basilikum hat bei mir nur geringe Überlebenschancen.

Vom Verzehr der Blätter mal abgesehen.


Bisherige Versuche, den grünen Tomaten-Mozzarella-Aufstrich im heimischen Ambiente über mehr als drei Tage am Leben zu erhalten, schlugen konsequent fehl.
Also habe ich mich nach dem neuerlichen Kauf eines kleinen Töpfchens Grünzeug extra im Netz der Netze kundig gemacht und tiefgründig in die  Zucht- und Entwicklungsgeschichte des ocimum basilicum eingearbeitet.  Dabei erkundete ich, daß viel Licht und viel Wärme zum Gedeih der Sprießlinge vonnöten seien.

Kein Problem. Die Jahreszeit ist optimal.


Auf dem Balkon gibt’s zur Zeit von beidem eine Menge. Die zusätzlich benötigte Wasserversorgung realisierte ich morgens und abends per Hand.
Warmes, feuchtes, helles Klima – wie es im Buche steht.
Sechs Tage ging das auch gut. Die Blätter wurden zwar geringfügig schrumpelig, aber im Großen und Ganzen schien meine Pflegemethodik doch zu fruchten.

Schien.


Was sehe ich vorhin?

Gekrümmt und kraftlos gehorchen die Stengel der Schwerkraft und neigen sich zur Seite bzw. nach unten; die Blätter sind wesentlich kleiner als vor 24 Stunden.

Vielleicht hätte ich sie gestern – trotz des vorhergehenden nächtlichen Regengusses – doch noch mal gießen sollen.

Auf ein neues.


Irgendwann muß das doch mal klappen.

Und es soll hinterher niemand behaupten, ich hätte nichts gesagt.

PS: Ach ja, der finanzielle Verlust hält sich in Grenzen.
Die meisten Blätter zupfe ich nach dem Kauf sowieso ab und lagere sie in der Tiefkühle.
Erstaunlicherweise halten die sich dort wesentlich länger.

Das mit dem warmen, hellen Klima kann irgendwie nicht ganz stimmen.


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Spieltrieb

Posted by duftbaeumchen - 20. Juli 2006

Das Original ist irgendwo verschollen.
Jedoch digitalisierte ich wohlweißlich und bereits vor ca. zwei Jahren diesen Meilenstein neorealistischen Kunstschaffens.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine große Ehre Ihnen vorstellen zu dürfen:

Frau Frülln
Spieltrieb



Ihrer Genialität entsprang dieses Kunstwerk niegesehener Vollkommenheit.
Van Gogh? Rubens? Da Vinci? Kenn‘ ich nicht.

Wie macht sie das nur? Liebste Freundin, Nachbarin, Kollegin und Künstlerin zugleich. Dazu noch Hausfrau und Blumenzüchterin.

Ein Teufelsweib.


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Seitenzähler

Posted by duftbaeumchen - 14. Juli 2006

Zufälle gibts…

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Strickliesel

Posted by duftbaeumchen - 10. Juli 2006

Es soll Frauen geben, die gerne einkaufen.

Hab‘ ich zumindest mal gehört.


Und einige von denen – so die Überlieferung – sind anschließend von ihrem Beutezug so begeistert, daß sie die frisch erworbene Gewandung gar nicht mehr ablegen und sofort und am gleichen Tage der staunenden Mitwelt präsentieren wollen.

Regelrecht dazu gezwungen werden.


Selbst wenn noch kleine schnitttechnische Modifikationen notwendig sind.

Die Frau von Welt verzieht sich daraufhin in ein stilles Eckchen, kramt gedanklich in ihren Erinnerungen an den schulischen Handarbeitskurs und schneidert sich das Teil kurzerhand passend. Nichts leichter als das. Damenhandtaschen sind bekanntlich unergründlich und bei tiefgehender Beschäftigung mit selbiger lassen sich Nadel, Faden und zuweilen auch eine kleine Nähmaschine zu Tage fördern.
Schwuppdiwupp sind Ärmel verlängert, komplizierte Paillettenmotive apliziert und Knopflöcher versetzt.
Die Beherrschung solcherart Tätigkeiten wurden frau mit der mütterlichen Milch infiltriert; das läuft ganz locker von der Hand. Auch an den unwirtlichsten Plätzen.
 
Nun projizieren wir dieses Bild einmal auf das Komplementärgeschlecht.

Man(n) kauft sich ein neues Beinkleid; Man(n) möchte, nein muß es am gleichen Abend noch ausführen und der holden Weiblichkeit präsentieren.
Widrige Umstände verhindern jedoch den heimischen Boxenstop nach dem Textilkauf. Die Option, eine professionelle Änderungsschneiderei in Anspruch zu nehmen, wird aus Ermangelung an Zeit gar nicht erst näher bewertet.

Die Hose ist also zu lang.


Der kosmopolitisch gebildete Mann und Mensch läßt sich davon jedoch nicht beirren. Vielmehr erlaubt ihm diese vertrackte Situation, aus und über sich hinauszuwachsen. Er offenbart der staunenden und  vor allem weiblichen Öffentlichkeit, was wirklich in ihm steckt.

Auch wir Männer können mit Nähgarn und Stopfpilz umgehen.

Wir zeigen das nur nicht so.


Wir sind doch keine Mädchen.


Wenn es jedoch die weltpolitische Lage erfordert, sind wir selbst unter ungünstigsten Bedingungen fähig und bereit, gestalterische und handwerkliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Das tapfere Schneiderlein sitzt dann sogar bei Kerzenschein und näht Hosenbeine um.

Ich war dabei und hab’s gesehen.

Vorigen Donnerstag nach dem Salsakurs.


Sala, unser Tanzlehrer und wie sich herausstellte gelernter Schneider, ging ihm zur Hand.

Also vielmehr ans Bein. Genauso schnell wie er tanzt, kann er auch nähen.

Respekt.


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in eigener Sache

Posted by duftbaeumchen - 9. Juli 2006

Im Auto riecht’s nicht mehr so gut. Ein neuer Lufterfrischer muß her.

Doch oh Graus. Ob Duftbaeumchen oder Glasflacon, selten umschmeicheln Düfte meine Nase, die olfaktorisch zumindest ansatzweise in die Nähe dessen kommen, was ich mir unter Vanille oder grünem Apfel vorstelle.
Und mit grünem Apfel kennt sich der gelernte DDR-Bürger bestens aus. In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde nämlich bei uns der Duft des unreifen Apfels als Allerweltsextrakt für die 1000 Dinge des täglichen Bedarfs entdeckt und unzählige Produkte gerüchlich damit veredelt.
Heute geht das natürlich nicht mehr so rigeros und eintönig. Differenziertheit und Lebensechtheit sind angesagt.
Nur frage ich mich, wo die Essenzenschnüffler ihre Nasen in den Wind stecken, um einen Meeresduft zu kreieren.
Meeresfrische aus der Flasche riecht nach allem, nur nicht nach Meer. Und schon gar nicht frisch.
Vom Zitrusduft im A-A-Porzellan ist die Zitrone so weit entfernt, wie Australien von Island. Naja, vielleicht zwei Meter weniger. Aber immerhin.

Ich wollte das nur mal mal am Rande bemerken.

Irgendwas müffelt hier komisch….


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Fruchtcocktail

Posted by duftbaeumchen - 4. Juli 2006

Und es war Sommer, das erste Mal im Leben…

Nee, das erste Mal ist längst vorbei und doch üben wir noch.
Standard- und Latein mit der lieben Frau M. und Gästen.

Auch bei hochsommerlichen Temperaturen.


Die Ventilatoren schaufeln lärmend "Frisch"luft in die Halle; trotzdem wird es auch zu vorgerückter Stunde nicht merklich kühler.
Die Damen – in leichte Sommerkleider gewandet – haben es einfach: Sie bedecken nur das Nötigste und sehen trotzdem gut aus. Die meisten jedenfalls. Tagsüber und auch des Nachts.
Der Mann und Tänzer von Welt dagegen steht vor der Entscheidung: Will ich optisch ansprechend und stilvoll über das Parkett schweben oder den sommerlichen Temperaturen entsprechend locker, luftig und eher freizeitlich. Beides paßt leider rein schuhwerklich nicht zusammen.

Jesuslatschen sind auf dem klassischen Tanzboden verpönt und unpraktisch.

Also kombiniert er.


Kurze, helle Bermuda-Shorts und T-Shirt mit hellen Stachelbeerwaden in beigen Socken und schwarzen Halbschuhen mit Absatz.

Das macht was her. Das sieht gut aus.
Das erfreut jeden Stilberater.

P.S. Die Beine auf dem Bild sind nicht die meinigen. Ich hab‘ viiiieeeel schönere.
Und zu sehen sind die definitiv nicht in Halbschuhen zu kurzer Hose.

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Umzugsstreß II

Posted by duftbaeumchen - 3. Juli 2006

Schwester K. wollte sich einen neuen Bikini kaufen. Muß auch mal sein – Frauen haben ja nie etwas anzuziehen.
Wie das genau abgelaufen ist, kann ich nicht sagen, denn ich war nicht zugegen. Doch gibt es mündliche Überlieferungen.
Als sie in der Kabine stehend meinem vielleicht – mal – irgendwann – Schwager (die beiden sind erst knapp 11 Jahre miteinander verlobt) die Order gab, ein gewisses Unterteil in der Vierzig vom Kleiderständer zu besorgen, war ich jedoch schon irgendwie froh, nicht dabeigewesen zu sein.
Auf meine nachdrückliche Frage: "In der vierzig? Du brauchst schon eine vierzig?", antwortete sie nur: "Na wenn die andere so eng geschnitten war…"

Ein Gentleman registriert und schweigt.


Ihr geht es bestimmt wie mir. Ich schrumpfe und wachse auch im Sekundentakt; besonders bei der Anprobe von Kleidungsstücken.

Das ist sicher genetisch bedingt – wir haben ja die gleichen Eltern.


Glaub‘ ich zumindest.

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Kegelschnecken

Posted by duftbaeumchen - 30. Juni 2006

Als ich noch geringfügig kleiner, sprich jünger war, gab es bereits Ereignisse, die fest im Tagesablauf verankert waren.

So zum Beispiel der Sonntagabend, 19.00, 1. Programm des DDR-Fernsehens, Tele-Lotto

Fünfunddreißig kleine Kegelmännchen warteten darauf, von einer einen Berg herunterkullernden weißen Kugel umgeschubst zu werden.
Der Ziehungsleiter Herr Rohr und sein notarieller Gehilfe Herr Morgner wachten über die Ereignisse.

Moderiert wurde von einem A-, B- oder C-Promi der DDR-Unterhaltung – wer eben gerade mal nichts anderes zu tun hatte.
Faszinierend fand ich die simple und doch eindrucksvolle technische Gestaltung des Ziehungsgerätes.

Um den Fuß eines runden Berges mit schneckenförmiger Kugelbahn kreisten die Kunststoff-Kegelmännchen. Wie bei einem Vulkan wurde aus der Spitze eine Kugel herausgeschoben und bewegte sich kreiselnd den Hang hinunter. Am Auslauf der Bahn bewegten sich die Menneken vorbei und jeweils eines wurde durch die Murmel niedergestreckt.

Jedes Kegelmännchen versteckte hinter seinem Rücken eine für den Fernsehzuschauer erst nach dem Kippvorgang sichtbare Zahl von eins bis 35. Jede Zahl wiederum repräsentierte eine Rubrik mit einem meist filmischen Kurzbeitrag.
Obwohl ich nicht Lotto gespielt habe, hoffte ich jedoch immer auf die Zwölf, die Vierzehn und die 32 – Zauberkunst, Humor und Trickfilm. Oder die Neunzehn (Kurzkrimi).
Naja, ich war ja auch noch klein.
Vier und 34 fand ich schon damals nicht sonderlich prickelnd – bei Blas- und Volksmusik schmerzen mir auch heute noch die Trommelfelle.

Und wie komme ich auf sowas? Ganz einfach. Beim täglichen Zähneputzen beuge ich mich leicht übers Waschbecken, schließe die Augen und konzentriere mich rein akustisch auf den Reinigungsvorgang.

Immer.


Männer können ja bekanntlich nicht mehrere Dinge gleichzeitg.
Die Hand samt Reinigungswerkzeug koordiniert bewegen und dabei noch gucken – das geht ja gaaar nicht.

Dabei sinnierte ich heute früh über die Kompliziertheit des Gehörs im Allgemeinen und des menschlichen im Besonderen. Neben den bekannten Bestandteilen Hammer, Amboß und Steigbügel gibt’s da nämlich noch ein "murmelbergähnliches" Schneckengebilde, welches mich spontan an das Ziehungsgerät beim DDR-Telelotto erinnerte.

Komische Sachen gibt’s.

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