Duftbaeumchens Blog

Salatschleuder

Posted by duftbaeumchen - 25. Juni 2006

Was muß ich heute morgen im örtlichen Sonntagsblatt lesen?

Und dabei ließ der Verlauf des gestrigen Abends keinerlei Anzeichen für ein solch dramatisches Ende vermuten.

Wobei…

Vielleicht war der Rotwein, den Frau K. becherweise zu sich genommen hatte, nicht mehr ganz in Ordnung. In diesem Falle läge die Verantwortung natürlich beim Veranstalter, also bei Frau Frülln (liebste Freundin, Kollegin und Nachbarin) und Frau Sushi (nicht minder geliebt). Damit wäre auch zu erklären, warum Herr W. nach diversen nicht jugendfreien Mixturen wild mit einer momentan landesweit sehr angesagten Miniatur-Staatsflagge herumwedelte, offensichtlich nicht mehr Herr aller ihm zur Verfügung stehenden Sinne war und deshalb von seiner "Frau" frühzeitig ins heimische Schlafzimmer verbracht wurde.

Wer weiß, was die noch vor hatte.


Andererseits verhielten sich die restlichen Gäste recht unauffällig, obwohl auch sie das eine und andere Gläschen leerten. Eine schlüssige Erklärung läßt sich also an dieser Stelle noch nicht ausmachen.

Der Abend verlief im großen und ganzen planmäßig. Der vom Grundstücks"verwalter" vorausgesagte Besuch der örtlichen Sicherheitsorgane blieb wider Erwarten aus. Die sonst wohl sehr geräuschempfindlichen und feinhörigen Nachbarn fühlten sich offensichtlich doch nicht über Maß gestört.

Oder waren einfach nicht zu Hause.


Dies würde auch erklären, warum Frau Sushi den Begriff "scheinbar" und nicht "anscheinend" verwendete als es um die Klärung der Frage ging, ob das Nachbarhaus überhaupt von menschenähnlichen Geschöpfen besetzt ist.
Wie dem auch sei, die Technik für die akustische Untermalung der Veranstaltung, die ich aus Ermangelung ortsnaher Stromversorgungseinrichtungen in gebührender Entfernung aufbauen mußte und die dadurch vorzüglich als krisenauslösendes Element für Streitereien über den Gartenzaun hätte dienen können, durfte dann doch in unsere Nähe umziehen. Eine kurzfristig erschlossene Energiequelle bot dem sportinteressierten Publikum sogar die Gelegenheit, mittels halbtransportablem Rundfunkempfänger dem Achtelfinalspiel Argentinien gegen wasweißich akustisch beizuwohnen.

Inklusive Verlängerung.


Während dieser Zeit hielt sich die fußballdesinteressierte Frau K. in unmittelbarer Nähe einer offenen Feuerstelle auf.
Bei genauer Betrachtungsweise schließt sich an dieser Stelle der Kreis zum Beginn dieses Eintrages und läßt folgende Schlußfolgerung zu:
"Dings" – auch bekannt als Zappel-Ilka, hatte während des Abends infolge äußerlicher Wärmezufuhr keinen Grund, durch vibrierende Körperteile zusätzliche Hitze zu produzieren. Die vom Organismus dafür vorsorglich bereitgestellte Energie staute sich demzufolge und wurde kurz vor Beendigung des Tagesablaufes spontan in einer schüttelfrostartigen Reaktion freigesetzt.

Das sie dabei Salat in der Hand hielt und sich auf fremdem Terrain aufhielt, konnte ja keiner ahnen.

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