Duftbaeumchens Blog

verlaufen

Posted by duftbaeumchen - 7. Juni 2006

Ich bin ja selber schuld.


Schwester K. begleitet mich seit gestern zum dienstäglichen Salsa-Kurs.

Weil ich keine Lust habe, ewig nach einem kostenfreien Stellplatz für das Kraftfahrzeug zu suchen, fuhren wir mit der Bahn. Mach‘ ich schon seit Monaten so – funktioniert bestens.

In weiser Voraussicht führte ich genügend gültige Fahrtausweise bei mir, denn der Ticketautomat begrüßte uns gestern anders als sonst. Ich dachte bisher, in solch einem Ding ist ein speziell dafür entwickelter Chip mit passender Software eingebaut.

Falsch gedacht.


Da sitzt ein Zwerg drin und werkelt mit Windows NT 4.0.

Und der hatte sich wohl zu stark in die Kurve gelegt, ist mit dem Kopf auf die Tastatur geknallt oder hat ein falsches Paßwort benutzt.

Zumindest ist das Teil – wie man so schön sagt – abgestürzt. (Obwohl der Automat noch ordnungsgemäß befestigt war.)

Der zuständige Arzt (Dr. Watson) diagnostizierte eine "Zugriffsverletzung in der ‚Frontend.exe’", war aber mit der Heilung noch nicht so weit.

Nix mit Fahrschein kaufen, aber ich hatte ja vorgesorgt.


*

Wir fahren los und nähern uns dem Zielgebiet.

Um von der Tram in das Tanzstudio zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Variante 1 über Nebenstraßen, Variante 2 eine Haltestelle später mit Umweg durch die "Stadt". Da noch etwas Zeit und Schwester K. unentschlossen war, entschied ich: "Stadt"

Erster Fehler!


Hainstraße, links und rechts große Schaufenster mit Einkaufsmöglichkeiten.

"Hier könnte man noch mal gucken.", meint sie.

Wir gehen weiter.


"Oder hier?"
Mit der Gewissheit, sowieso daran vorbeizulaufen (also mehr aus Spaß), wies ich mit den Händen in Richtung der Eingangstür eines weiteren Ladens.

Zweiter Fehler!


Obwohl es bereits kurz vor Ladenschluß war, zog es Madame in dieses Sportgeschäft.

"Nur mal gucken."

Wir guckten. Bei den Schuhen. Mit einer Frau.


"Ich brauche ja noch Tanzschuhe.", fiel ihr spontan ein.

Schnell hatte sie ein Paar in der Hand, probierte einen Schuh an und ich war mir fast sicher, einem neuen Rekord beim weiblichen Schuherwerb beiwohnen zu dürfen.

"Haben Sie Frauenschuhe auch noch woanders?"

OK, dann doch nicht. Ich suchte mir inzwischen eine Sitzgelegenheit und wollte mich auf einen längeren Aufenthalt einrichten. Es war bereits kurz nach Acht. Für ausgiebige Verschnaufpausen schienen mir die Hartschalensitze allerdings nicht ausgelegt zu sein. Irgendwie zu klein und sehr unbequem. Eher was für den schnellen Schuhkauf zwischendurch – ein Widerspruch in sich.

Glücklicherweise beschränkte sie ihre Suche dann doch nur auf den kleinen Regalbereich mit "günstigem" Schuhwerk und wir konnten als letzte Kunden dem Kassenbereich unsere Aufwartung machen.

Infolge Verschlossenheit der anderen am Wegesrand liegenden Boutiquen, Drogerien und Kaufmannsläden war es dann sogar möglich, den Rest des Weges pausenlos hinter uns zu bringen.

Aber sie hat mir schon angedroht: "Nächste Woche sage ich vorher Bescheid, was ich brauche. Dann fahren wir eine halbe Stunde eher los."

Trotzdem hat sie ganz ordentlich getanzt.
(Soll ich hier sagen.)

P.S. Ein S65 ist wohl nicht wirklich zum Fotografieren geeignet.

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