Duftbaeumchens Blog

Ent-Hüllung

Posted by duftbaeumchen - 6. Mai 2006

Nein, soweit ist es dann doch nicht gekommen.


Erstens hatte sie noch was drunter und zweitens zuppelte sie in regel- und unregelmäßigen Abständen dran ‚rum.

Schnuckeline (hdgdl) sah schick aus wie immer; obenrum – also zwischen Hals und Hüfte – sommerlich luftig und dem Anlaß entsprechend.

Aber eben doch unzweckmäßig.


Jedenfalls beim Tanzen.

Da Salsa ein doch recht schwungvoll ausgeführter Tanz ist, kommt es mitunter vor, daß mal was verrutscht. Da steht frau stundenlang vor dem heimischen Spiegel; entscheidet sich nach unzähligen Umzügen letztlich für das Kleidungsstück, welches sie als erstes in den Fingern hatte.

Und dann darf sie sich nicht mal richtig bewegen.


Zumindest nicht so intensiv, daß Dinge das gedämpfte Ballsaallicht (ein schönes Wort) erblicken, die eigentlich nur den eigenen bzw. sorgfältig ausgewählten Augen vorbehalten sind. Sei es drum, es ist ja nichts anstößiges geschehen.

Damit dergleichen erst gar nicht passiert, werden von der gemeinen Tänzerin besondere Koordinationsfähigkeiten verlangt. Nach jeweils drei bis sechs Drehungen (je nach Intensität) muß sie zwischen zwei Figuren und in Millisekundenschnelle eine Ordnungsmaßnahme einschieben. Da wird Stoff hoch-, runter- bzw. drübergezogen, Falten werden geglättet und es wird geguckt, daß auch ja nichts guckt. Ich hege mittlerweile die Vermutung, daß die Damen ganz bewußt zu solchen Kleidungsstücken greifen um zu zeigen, wie virtuos sie auch im Dunkeln und unter Streß mit "unvorhergesehenen" Ereignissen zurechtkommen.
Auf die aus Funk und Fernsehen bekannte Idee mit dem doppelseitigen Klebeband kommt frau natürlich erst, wenn der örtliche Baumarkt wegen Nachtruhe oder Reichtum die Pforten geschlossen hält.

Aber wir haben zumindest mal d’rüber gesprochen. Das nächste Mal…

… wird es auch nicht anders sein.


Genauso wie die Haare.

Die Strähnen fallen permanent ins Gesicht und verdecken die Sicht auf Partner und Umfeld.

Neben der Korrektur der Stofflagen ist also zusätzlich auf die Frisur zu achten. Die Spangen und Gummis liegen selbstverständlich zu Hause (da gehen sie weder verlustig noch kaputt) bzw. sind für die zu fesselnden Haarbüschel entweder zu wenig oder nicht geeignet. Es vergehen kaum zwanzig Sekunden und der gerade notdürftig gebundene Pferdeschwanz ist für die Katz‘. Es konnte ja auch vorher niemand ahnen, daß wir uns zügig bewegen. Erstaunlich, daß frau neben ihren fortwährenden Restaurierungsmaßnahmen überhaupt zum Tanzen kommt.

Da lobe ich meine 5-bis-15-mm-Kurzhaarfrisur (je nach Abstand zum nächsten Termin beim Haus- und Hofbarbier). Pflegeleicht und windresistent.

Frau P., ich bin trotzdem sehr stolz auf Dich.


Und schön war’s außerdem.


Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: