Duftbaeumchens Blog

ver-lockend

Posted by duftbaeumchen - 3. Mai 2006

Also mit 246 Jahren sieht er erstaunlich frisch aus.


Anne glaubte gestern nicht, daß ich am Abend Herrn Schiller besuche. Als Beweis sollte ich ihr ein Stück seiner üppigen Haarpracht – die sogenannte Schillerlocke – mitbringen.

Ging aber nicht.


Erstens, weil der Herr mittlerweile noch weniger Haare hat als ich und zweitens, weil ich so dicht nicht an ihn herangekommen bin. Sie muß mir also glauben – ob sie will oder nicht.

"Schiller – Tag und Nacht auf Tour"


Eine illustre Schar Musikbegeisterter fand sich zusammen, um den grazilen Klangkreationen Christopher von Deylens zu lauschen.

"Willkommen in der neuen Welt von Schiller"


Anfänglich dachte ich ja, ich stehe auf der falschen Seite der Bühne.

Musik ohne Bild bei einem Livekonzert?

Als sich der "Vorhang" dann doch noch senkte, veranstalteten die Damen und Herren ein furioses optisches und akustisches Spektakel.

"the art of voice and sound"


Erst kam es mir etwas zu laut vor. Ein Abfangjäger in fünf Metern Entfernung wäre nicht eindrucksvoller gewesen. Und weil das nicht genug war, wurde noch eine Boing danebengestellt. Und angeschaltet.
Als ich mich dann aber "reingehört" hatte, war es genau richtig. Von kleinen klangtechnischen Schnitzern abgesehen – Jette von Roth kam trotz ihrer zierlichen Gestalt stellenweise etwas dumpf daher -, eine gelungene Reise durch Tag und Nacht. Live ist nun mal live. Bass bis auf den Fußboden, die Melodien größtenteils klar und surroundig. Die beiden Topfschläger malträtierten ihre Trommeln, die Gitarreros zupften einen flotten Darm. Und auch Jette, Kim Sanders, Peter Heppner und die Tastendrücker gaben ihr Bestes.
Bis auf meinen rechten Vordermann, welcher weder applaudierte noch anderweitige körperliche Regungen zeigte – der war wohl auf dem falschen Konzert -, ging die Masse voll mit. Wie sagt man heute so schön? Der Saal rockte.
Der Fitnessfaktor erreichte zwar nicht den Level, wie ich ihn vom dienstäglichen Salsatraining kenne. Das lag aber sicher nur daran, daß ich nicht allzu viel Platz zum ‚Rumzappeln hatte. Mir war trotzdem ganz schön warm.
Zwei pausenlose Stunden Entspannung und Abschalten.

Schade nur, daß mein Musikgeschmack stellenweise nicht der meiner Freunde und Bekannten ist – immer muß ich alleine gehen. heul

Der größte Knaller wäre natürlich ein Auftritt von Mike Oldfield gewesen, …

…aber man kann nicht alles haben.


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