Duftbaeumchens Blog

gefedert und gekocht

Posted by duftbaeumchen - 11. März 2006

Gleich vorweg: Ich habe sie absichtlich gewinnen lassen.
Ich sage das nur, falls sie etwas anderes erzählt (und weil sie sowieso die nächste Woche nicht zugegen ist).

Mittwochabend starteten wir ein neues Kapital im großen "Buch der allgemeinen Körperertüchtigung". Frau Frülln – liebste Nachbarin, Freundin und Kollegin der Welt – und meine Wenigkeit gaben uns dem Spiele hin. Zu DDR-Zeiten schnöde Federball, heute weltmännisch Badminton genannt.

Ich will sie gewinnen lassen.


Damit sie nicht sofort bemerkt, wie ich ihr den einen oder anderen Vorteil einräume, muß ich mich ganz schön anstrengen. Und "anstrengen" trifft es ganz gut; nach 10 Minuten bin ich eigentlich reif für den ersten Wäschewechsel.
Ein dickes Lob an die Deodorantienindustrie.

Um ihr den Eindruck zu vermitteln, besser zu spielen als ich, setze ich unterschiedliche taktische Spielzüge ein.

Drei davon möchte ich kurz erläutern:

1. Mit häufigem auf-den-Mann-spielen (in diesem Fall die Frau) spare ich ihr Wege und sie muß sich nicht unnötig abhetzen.

2. Ich versuche alle Bälle zu erhaschen. Auch die, die offensichtlich ins Aus gehen werden. Mein männlicher Jagdinstinkt unterstützt mich tatkräftig, ich scheue auch nicht vor Ganzkörperbodenkontakten zurück. Anstatt gelassen das Zubodengehen des gefederten Kunststoffknubbels zwei Meter außerhalb des Spielfeldes zu beobachten, hechte ich lieber hinterher und…

… erreiche ihn trotz nur bedingt.
Punkt für die Gegenspielerin.


3. Ich schwinge den Schläger so schnell, daß er zischend die Luftmoleküle verwirbelt und den zu treffenden Ball um Haaresbreite verfehlt. Das Federteil fällt mir erst auf den Kopf und anschließend aufs Parkett.

Wieder ein Punkt, wieder nicht für mich.


Um mein Ansinnen nicht ganz so offensichtlich werden zu lassen, spiele ich natürlich zwischenzeitlich auch ganz normal. Nur damit der Punktabstand nicht zu groß wird. Ich lasse mich sogar zu einem Satzsieg hinreißen.

Ausnahmsweise.


Nach einer Dreiviertelstunde gehen wir beide zufrieden vom Platz. Sie, weil sie denkt, mich besiegt zu haben und ich, weil ich sie damit glücklich gemacht habe.

Und weil wir noch nicht ganz durchgegart sind, hängen wir gleich noch Sauna hintendran. Da muß ich mich nicht anstrengen – die Suppe läuft von ganz alleine.

Mal sehen, ob das nächste Woche
mit Soli auch so funktioniert.


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