Duftbaeumchens Blog

Kuschelwalzer

Posted by duftbaeumchen - 31. Januar 2006

Letzter Kurstag.
Im Dezember letzten Jahres bin ich reingerutscht und nun ist’s bereits wieder vorbei. Neben dem Soßentanz beschäftige ich mich nun auch mit den althergebrachten – Walzer, Tango, Cha-Cha-Cha. Und Rumba, Wiener Walzer, Jive. Alles durcheinander. Mit Anne, die mir bei der Auffrischung der Grundlagen meiner bereits vor 25 Jahren gelegten und durch eine kleine Pause von ca. 23 Jahren unterbrochenen tänzerischen Karriere zur Seite steht.

Vielmehr tänzelt.

Doch so erheiternd wie gestern war es lange nicht. Nun ja, wir hatten auch über drei Stunden Zeit, uns miteinander zu beschäftigen. Zwei Kurse lang.
Da Körperkontakt bei einigen Tänzen sehr entscheidend für ein optimales Fortkommen auf dem Parkett ist, wurden wir gestern zusammengebunden.

Uiuiui, kuschelig.

Und warm.

Besonders am Bauch, was nun nicht heißen soll, daß wir beide mit übermäßigen Ausbuchtungen um den Nabel herum zu kämpfen hätten. Tanzhaltungsbedingt geht das aber nicht anders und ist auch mal schön. Wenn die Hüften eng aneinander kreisen…

Doch das führt nun zu weit.

Zumindest gab es für Madame ständig ‚was zu kickern. Naja, junge Leute eben.

Können nicht fünf Minuten ernst sein.

Ich bin doch nicht zum Spaß da!

Nun reiß‘ dich mal zusammen.
Anschließend – als Kursabschluß – kehrten wir noch beim Italiener ein. 20 Menneken. Ohne Vorbestellung.
Im Laufe des Abends zeigte sich wieder mal, daß für ein geselliges Zusammensein eine kritische Masse notwendig ist.

Zuviele Anwesende sind nicht gut.

Nach Schrumpfung der Teilnehmerzahl unter ein bestimmtes Maß (die formelmäßige Gesetzmäßigkeit muß ich noch untersuchen) setzt schlagartig eine Stimmung ein, wo ein Verlassen der Feierlichkeit schwierig wird. Anekdoten werden zum besten gegeben, Schwänke aus der Jugendzeit erzählt. Völlig ungezwungen.

Doch irgendwann muß auch mal Schluß sein.

Und der gestaltet sich dann so:
Einer macht den Anfang und verabschiedet sich (in diesem Falle ich). Wenn die Kuß- (Frauen) und Handreichungstour (Männer) beendet ist, erhebt sich wie auf Kommando der Rest und beginnt, sich ebenfalls anzukleiden. "Na solange kann ich auch noch warten." Das Menschenknäuel bewegt sich ca. 1,5 bis 2 Meter vom Tisch weg und greift – nebenbei die dicken Wintermäntel überstreifend – neue Themen auf.

Und verharrt diskutierend an diesem Standort.

Nun frage ich nach weiteren fünf Minuten in die Runde, ob ich nicht ein paar Stühle heranholen soll. Zum Setzen. Das wird natürlich verneit, denn wir wollen ja sowieso gehen.


Jedoch macht niemand den Anfang.
Endlich. Wir bewegen uns Richtung Ausgang.

Und nun verabschieden wir uns ein zweites Mal. The same procedure. Frauen werden geküßt, Männer nicht. Wenn es nicht so kalt wäre, könnten wir noch stundenlang stehen und Gedanken tauschen.
Es ist bereits halb zwölf. Am Montag. Nachts.

Ich fahre dann mal los…

Ach ja, im April geht’s weiter. Wieder mit den Studenten. Die haben jetzt erst mal Ferien.

2 Monate lang.

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