Duftbaeumchens Blog

Weihnachten 2005 – ein Rückblick I

Posted by duftbaeumchen - 27. Dezember 2005

Freitag, 23.12.2005
 
Grüne Wiesen, strahlend blauer Himmel. Die Sonne scheint.
 
Es ist Weihnachten.
 
Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, findet das "Fest" als solches größtenteils ohne mich statt.

Geschenkebesorgen, Baumschmücken und Plätzchenbacken – nicht mit mir.

Die hindert mich allerdings nicht daran, an unter dem Deckmäntelchen der Nächstenliebe anberaumten Gruppenfeierlichkeiten im Freundeskreis teilzunehmen.
 
Das ging bereits am Freitag vormittag (ich habe Urlaub – haha) los.
 
Überlebenskampf im Kaufmannsladen.
 
Als ob sich die drei "Fest"tage über Wochen hinzögen. Menschenmassen, wohin das Auge blickte. Die Schiebewägelchen vollgestopft bis zur Oberkante; einige sogar mit Berg. Erwarten wir eine Hungersnot? Werden die Zufahrtsstraßen gesperrt und wir von der Außenwelt abgeschnitten? Oder ist Leipzig die Stadt, zu deren Bewohnern ganz Deutschland am Wochenende eingeladen ist?
 
Eigentlich dürfte sich doch die Masse an gekauften Lebensmitteln nicht von anderen Wochenenden unterscheiden – eben nur anders verteilt auf die Käufer. Diejenigen, die einladen, kaufen mehr als sonst, dafür müssen die eingeladenen nichts zu Hause einlagern. Die vollgestopften Einkaufswagen ließen jedoch einen völlig anderen Eindruck entstehen. Bei uns in der Stadt wohnen offensichtlich nur Leute, die nicht zu Freunden und Verwandten eingeladen werden (warum wohl?), sondern sich die eigenen vier Wände mit Gästen dekorieren und selbige (die Gäste) beköstigen müssen.
So lange habe ich noch nie an der Kasse warten müssen. In "meinem" Kassenhäuschen wohnte natürlich wieder die langsamste Kassiererin und vor mir standen selbstverständlich nur Ersteinkäufer. Die konnten weder damit rechnen, daß an der Kasse Metall-, Papier bzw. Plastikgeld im Tausch gegen die Waren angenommen wird, noch war abzusehen, daß der Inhalt der zwei Tüten mit Erd- und Walnüssen nicht einzeln abgezählt und einzeln berechnet wird, sondern nach Gewicht. Wir suchen also erst mal eine Waage. Die zwanzig Menneken in der Reihe dahinter verstehen das schon. Ich als einundzwanzigster sowieso.
Der Umsatz muß an diesem Tag gigantisch gewesen sein – vielleicht sollten wir viel mehr Feiertage einführen.

Und Kurse an der Volkshochschule: Wie kaufe ich richtig ein.

 
Der Einzelhandel wird es uns danken.
 
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