Duftbaeumchens Blog

dirty talk

Posted by duftbaeumchen - 19. Oktober 2005

Ein leidiges Thema für den modernen Hausmann ist die permanent notwendige Staubbeseitigung.
 
So auch für mich.
 
Kaum habe ich Fernseher, Schrank und sonstige Oberflächen von den kleinen Körnchen befreit – schwupps, haben sich bereits neue Schmutzlinge darauf abgesetzt und gucken mich mit großen Augen an. Es müssen neue sein, denn die soeben entfernten befinden sich sichtbar im Staubtuch.
 
Philosophisch betrachtet ist es
eigentlich Unsinn, was ich diesbezüglich treibe.
 
Schmutz ist doch nichts anderes als Materie, die Ausgang hat und sich zum Zeitpunkt der Betrachtung am falschen Ort befindet. Die Erde im Gemüsebeet zum Beispiel ist doch auch kein Schmutz – sie lebt dort normalerweise. Aber: Sobald ich selbige auf dem Teppich verteile, wird sie übel beschimpft und als Dreck bezeichnet.
 
Staub setzt sich sofort wieder an der gleichen Stelle ab. Demzufolge muß er dorthin gehören, ist also nicht am falschen Ort. Und trotzdem versuche ich, ihn von dort zu vertreiben.
 
Das bringt doch nichts.
 
Es macht also nicht den geringsten Sinn, die Muzeln und Körnchen ständig wieder wegzuwischen.
 
Wenn ich meine Gäste davon überzeugen
kann, muß ich auch nicht mehr putzen.
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6 Antworten to “dirty talk”

  1. DerEinzig said

    ich merke so langsam setzt sich bei dir das richtige denken durch. wie du sagst, es macht keinen sinn zu putzen. jedenfalls nicht als mann. ich habe nämlich folgende beobachtung gemacht: wenn ich putze (keine angst, ich habe es nur einmal, nachts im dunklen bei heruntergelassenen jalousien im geheimen als eine art experimentaler selbstversuch gemacht und dann nie wieder und ich werde in der öffentlichkeit die autentizität dieses kommentares jederzeit bestreiten) sieht es danach immer noch dregsch aus. wenn meine putze putzt ist es solange in ordung bis ich dieselbige vertreibe (die ordnung mein ich). ich vermute das staub eine frauenallergische substanz ist, die, sofern sich eine frau mit putztuch nähert, sich quasi von selbst entfernt und ich vermute zweitens das staub intelligent ist. daher wird sich nach dem putzen einer frau der staub längere zeit nicht an der stelle niederlassen, an der frau geputzt hat. ähnlich wie ratten, die einen köder auch nimmer anfressen nachdem dort artgenossen krepiert sind. aus diesen wissenschaftlichen beobachtungen und den daraus abgeleiteten hypothesen können wir also davon ausgehen, das die frau als natürlicher feind des gemeinen hausstaub auch für die vertreibung desselbigen zuständig ist. und wer sind wir, das wir der natur ins handwerk fuschen wollen??? also. ich glaube du ahnst schon die intention meines schlussatzes: such dir ne frau, oder zumindest ne weibliche putze, dann hast du die probleme nimmer.

  2. . said

    Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Vom EinzigWahrenRumms lernen, heißt siegen lernen.

  3. Danica said

    ich finds herrlich wenn sich 2 männer so ausführlich mit diesem thema beschäftigen °kicher°

  4. Андреас said

    ich mag keine putzfrauen. die bringen immer alles so in ordnung. und hinterher findet man nischt. besser isses den staub liegenzulassen, – da haste recht. und wenn man mal staub brauchen sollte, hat man gleich welchen da.

  5. Danica said

    3 männer – es wird besser

  6. . said

    Da gibt\’s doch folgenden Spruch: "Bei dem ist es so sauber, da kannst du vom Boden essen."In dieser Beziehung muß ich wohl noch etwas tun. Irgendein Reflex verleitet mich immer dazu, heruntergefallene Lebensmittel dem Bodenbelag sofort wieder zu entreißen. Ergo: Es bleibt nichts zum Essen unten liegen. Also paßt der Spruch bei mir nicht. Oder man ist Hungerkünstler und gibt sich mit Krümeln zufrieden.Wenn Gäste sich ankündigen, streue ich extra welche hin. Und verschütte etwas klebrige Cola.Damit es nicht so trocken ist.

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