Duftbaeumchens Blog

Archive for Oktober 2005

Stille

Posted by duftbaeumchen - 31. Oktober 2005

Freitag war ich seit langem mal wieder in der Disco.
 
Bis halb vier in der Früh‘.
 
80er-Jahre-Mugge, also ganz meine Jugendzeit. Erstaunlich, wieviele Titel ich zwar ewig nicht gehört, aber trotzdem sofort wiedererkannt habe und mir sogar teilweise die Texte bzw. zumindest Textpassagen geläufig waren. Sowas ist dann einfach da, sowas merke ich mir.
 
Und nicht nur ich.
 
Auch wesentlich jüngere Zeitgenossen, die damals noch gar nicht richtig gelebt haben können, waren doch recht textsicher.
 
Die Musik vor zwanzig Jahren war eben doch was besonderes.
 
Was ich aber eigentlich notieren will:
Im Anschluß zu Hause. Es ist mittlerweile kurz nach vier. Ich bin noch mal im Bad und höre…
 
… nichts.
 
Nur Stille.
 
Komisch, sonst ist bei mir immer irgendein CD-Player, Fernseher oder Radio an. Auch im Bad.
Doch in dem Moment – Ruhe.
 
Faszinierend. Einfach nur in sich hineinzuhören ist auch ganz schön.
 
Und seltsam zugleich.
 
P.S. Irgendwann werde ich durch die ganze Tanzerei zum Strich mutiert sein.
 
Dann nenne ich mich Duftzweig.
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förmliche Entschuldigung – offener Brief

Posted by duftbaeumchen - 26. Oktober 2005

Meine liebe Bianca,
 
ich möchte mich an dieser Stelle förmlich bei Dir entschuldigen. Ich habe diesen Ort der Reue – die Öffentlichkeit – gewählt, um Dir zu zeigen, wie ernst und wichtig es mir ist.
 
Daß ich die neu gefärbten Strähnchen nicht sofort als solche erkannte, bitte ich, mir nachzusehen. Du weißt, Männer haben manchmal nicht den richtigen Blick für sowas. Du kamst mir zwar obenrum irgendwie anders vor, aber bevor ich etwas falsches sage, halte ich lieber den Mund.
 
Mit den Jahren werden wir Männer in solchen Dingen vorsichtiger.
 
Vielleicht war ich aber auch allgemein von Deiner noch jugendlicheren, noch frischeren Erscheinung gestern Abend irritiert. Dies wird meine Sinne benebelt haben. Oder war es das kleine Blümchen, welches Du mir als einzige schenktest?
Ich muß gestehen, daß mir ein solches Mißgeschick nicht das erste Mal widerfahren ist. Bereits vor einigen Jahren habe ich mich diesbezüglich in die Nesseln gesetzt, als ich zwei Frauen am gleichen Abend unterschiedlich "beobachtete". Beide waren neu frisiert; eine blonder, die andere kürzer. Bei der einen habe ich es bemerkt und kundgetan (Fehler!!), bei der anderen nicht (größerer Fehler!!). Und wie Frauen eben so sind, selbst nach vielen Jahren – die "mißachtete" hat es nicht vergessen und weist mich zu besonderen Anlässen immer wieder darauf hin.
Männer denken und erfassen nun mal anders. Und obwohl ich das weiß und mir immer wieder vornehme, mehr auf solche – aus männlicher Sicht – Kleinigkeiten zu achten, passiert es doch hin und wieder. Ich schäme mich dafür. Mir ist schon bewußt, daß die Nichtbeachtung der zeitaufwändigen Modifikation des weiblichen Äußeren einer Beleidigung gleichkommen kann. Zumal mir gerade von Frauen immer wieder mitgeteilt wird, wie jung ich doch noch aussehe und dies natürlich genieße und nicht missen möchte. Aber wir Männer sind nun mal anders gestrickt und können nichts dafür.
 
Bitte, hab‘ Erbarmen mit mir armer Kreatur; sieh‘ es mir nach.
 
Ich werde mich bessern.
 
Versprochen.
 
Ich hoffe, Du kannst mich trotzdem noch ein klein wenig leiden und verbleibe
 
mit lieben Grüßen
 
dasLutzel
Männer und Frauen passen nun mal nicht zusammen.

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Zahlenspiele

Posted by duftbaeumchen - 25. Oktober 2005

Man stelle sich vor, die Herrschaften würden die Einträge nicht alphabetisch, sondern nach Anzahl der Lichtschalter im Hausflur sortieren.
 
Das wäre die Innovation.
 
Aber auch nicht einfacher, weil es geringfügig mehr Zahlen als Buchstaben gibt. Bei großen Fluren kommt man schon mal über die 29 (incl. Umlaute) hinaus.
 
Manch einer hat ja schon mit der regulären Buchstabenreihenfolge Probleme.
 
Hier also nochmals zur Verinnerlichung:
 
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

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verstopft

Posted by duftbaeumchen - 24. Oktober 2005

Mir ist schlecht.
 
Auf ein halbes Schnittchen war ich eingeladen, nach dem fünften hab‘ ich dann aufgehört. Mit Gürkchen und Kartoffelsalat.
 
Wahrscheinlich war das eine Bier schlecht. Wo ich doch sowas nur selten trinke.
 
Ob ich die dreihundert Gramm jemals wieder ‚runterbekomme?
 
Ich fühle mich so elendig.

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Vorfreude

Posted by duftbaeumchen - 24. Oktober 2005

Juhu, in zwei Monaten ist Weihnachten. Den ersten illuminierten Weihnachtsbaum durfte ich bereits bewundern. Dann kommt Silvester, Jahreswechsel und schwupps wird schon wieder Sommer. Mit Sonne, warm und sowas…
 
Ui, das wird schön.
 
 
P.S. Eigentlich sollte ich mich seit diesem Tage mit solchen kindlichen Äußerungen zurückhalten.
 
Aber mir war nun mal danach.
 
Jetzt reiß‘ ich mich auch zusammen und mache Feierabend.
 
20 Minuten früher, heimlich. Mein Chef weiß das nicht mal.
 
Also nichts verraten!!

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Platzhalter

Posted by duftbaeumchen - 24. Oktober 2005

So, liebe Spacelinge, dies ist der Platz für … na ihr wißt schon.
 
Oder ins Gästebuch – für die Blumen.
 
Den Sekt nimmt sich mal bitte jeder selber.

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ikeaktiv

Posted by duftbaeumchen - 22. Oktober 2005

Ich hätte so schön zu Hause sitzen können.
 
Aber nein, das Lutzel muß ja samstags um die Mittagszeit zum schwedischen Einrichtungsgiganten, um sich inspirieren zu lassen.
Und das, obwohl ich genau weiß, daß sich am Wochenende alle frustrierten Singles, Kleinfamilien und Schmusepärchen genau hier zum fröhlichen Stelldichein versammeln. Mit in-Ruhe-durch-die-"Wohnwelten"-schlendern und Ideen sammeln ist da nix. Kaufen will ich doch sowieso nichts, die Menschenmassen im Kassenbereich und die damit verbundene Wartezeit verleiden es mir.
Am Wochenenede in Ruhe gucken (Haha) und in der Woche gezielt die Produkte erwerben; so mache ich das normalerweise.
Aber heute war der obengenannte Personenkreis um ein Vielfaches vergrößert – meine Gedanken hatten nicht mal richtig Gelegenheit, die Größe und Weite der Ideen der kühnen, nordländischen Möbelerbauer zu erfassen. Ständig sind sie an umherschlendernden MenschInnen abgeprallt und zu Boden getaumelt.
 
So macht das wirklich keinen Spaß.
 
Ein Gutes hat es allerdings dann doch. Ich beobachte mit Freuden, wie z.B. die dreiköpfige Wohngemeinschaft mit vollbepacktem Wagen zum Parkplatz kommt und feststellt:
 
"Ui, unser Auto ist heute irgendwie kleiner als sonst."
 
In einen Clio paßt nun mal kein Bücherregal.
 
Es sei denn, man verpackt es in zwei Säcke –
in Form von Sägespänen.

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Nicht vergessen!

Posted by duftbaeumchen - 22. Oktober 2005

Ich muß an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen:
 
24. Oktober ist Burtseltach. Der vierzigste.
 
Am nächsten Montag erwarte ich also zahlreiche Glücks- und Segenswünsche von euch Spacelingen. Die virtuellen Blumen – und bitte nur solche, denn ich mag keine richtigen – dürft ihr gerne im Gästebuch ablegen (sonst schreibt da eh keiner was rein).
 
Als zusätzliche Motivation gibt es für die erste Gratulantin ein Aktfoto von mir.
Versprochen.
 
 
 
P.S. Wieder hat die MSN-Sperre zugeschlagen. Das Wort "Wichtig" darf nicht im Titel stehen.
Nur mal am Rande bemerkt.

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Wortspüle

Posted by duftbaeumchen - 20. Oktober 2005

Im täglichen Sprachgebrauch verwenden wir sie immer wieder; es geht wohl nicht ohne.

 

Wörter

 

Sie sprudeln mal schneller, mal langsamer aus unseren Schnäbeln – meist denken wir uns nichts dabei.

Doch halte ich ab und zu inne und wundere mich über so manches Sprachgebilde.

 

Ein Beispiel: abspielen

Ein komisches Wort. Wenn ich etwas abspiele, wird das dann weniger? Und wenn ja, wovon? Gut, bei einer Schallplatte mag das ja irgendwie stimmen (was eher mechanische und damit klangliche Gründe hat). Aber wie ist das z. B. bei einer CD? Ist die irgendwann mal einfach so weg (weil abgespielt), oder ist da nichts mehr drauf?

 

Beispiel zwei: spazieren

Ist es machbar, spazieren zu fliegen oder zu schwimmen?

 

"Ich schwimme heute spazieren."

Klingt irgendwie abartig.

 

Wenn wir spazieren gehen können, muß doch auch das möglich sein. Aber was macht man konkret beim spazieren?

Können Tiere auch spazieren springen, laufen, kriechen,…?

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dirty talk

Posted by duftbaeumchen - 19. Oktober 2005

Ein leidiges Thema für den modernen Hausmann ist die permanent notwendige Staubbeseitigung.
 
So auch für mich.
 
Kaum habe ich Fernseher, Schrank und sonstige Oberflächen von den kleinen Körnchen befreit – schwupps, haben sich bereits neue Schmutzlinge darauf abgesetzt und gucken mich mit großen Augen an. Es müssen neue sein, denn die soeben entfernten befinden sich sichtbar im Staubtuch.
 
Philosophisch betrachtet ist es
eigentlich Unsinn, was ich diesbezüglich treibe.
 
Schmutz ist doch nichts anderes als Materie, die Ausgang hat und sich zum Zeitpunkt der Betrachtung am falschen Ort befindet. Die Erde im Gemüsebeet zum Beispiel ist doch auch kein Schmutz – sie lebt dort normalerweise. Aber: Sobald ich selbige auf dem Teppich verteile, wird sie übel beschimpft und als Dreck bezeichnet.
 
Staub setzt sich sofort wieder an der gleichen Stelle ab. Demzufolge muß er dorthin gehören, ist also nicht am falschen Ort. Und trotzdem versuche ich, ihn von dort zu vertreiben.
 
Das bringt doch nichts.
 
Es macht also nicht den geringsten Sinn, die Muzeln und Körnchen ständig wieder wegzuwischen.
 
Wenn ich meine Gäste davon überzeugen
kann, muß ich auch nicht mehr putzen.

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