Duftbaeumchens Blog

Archive for Juli 2005

Eins vor zwölf

Posted by duftbaeumchen - 31. Juli 2005

Ich genoß heute die Sonne. Zwar war es etwas windelig und bewölkert, aber trotzdem angenehm kuschelig. Als ich wieder ‚gen Heimat trullern wollte – genau:

Plattfuß vorn.

Ich wäre über eine komplikationslose Rückfahrt erstaunt gewesen.

Na gut, hab ja mittlerweile Übung drin. Lehrvorführung in Sachen Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit eines Fahrradrades.

Rad raus, Luft raus (ach nee, ist ja schon von alleine), Schlauch raus, Loch suchen, Loch finden (Wasser ist ja in der Nähe), Loch stopfen. Nun warte ich auf die Vulkanisierlösungsantrocknung und schaue mir den Gummi an. Mittlerweile zehn Flickstellen. Ohne die aktuelle. Ich denke mir so, das Dutzend mach ich nicht mehr voll. Beim nächsten Schaden fliegt das Ding fort.

Dann Schlauch wieder rein, Rad wieder rein, Luft wieder rein, Hände waschen und losradeln.

Und dann passierts. Exakt einen Kilometer vor dem Heim. Ich bin recht zügig unterwegs; mit seitlichem Rückenwind fährt es sich ganz ordentlich.

Psssssssssssssssssssssssssssss.

Na toll. Hätte das nicht noch ein paar Minuten Zeit gehabt? Neee, kurz vor dem Berg. Wieder vorn.

OK, ich laufe den Rest. Das strengt mehr an, als zehn Kilometer extra mit Gegenwind.

Nach Begutachtung des Löchleins, welches sich nicht unweit des vor wenigen Minuten verschlossenen befindet, fällt die Entscheidung leicht. Weg mit dem Pneu. Keine Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung. Alterschwäche.

Nun ist ein unbenutzter drin.

Auf ein neues. Mal sehen, wie lange ich auf das erste Loch warten muß.

Morgen Abend ist erste Probe.

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frisch gewindelt

Posted by duftbaeumchen - 30. Juli 2005

Schade, daß ich gestern Abend nicht mit dem Auto unterwegs war.
 
Ich fahre soooo gerne durch große Pfützen.
 
Mit Schwung. So, daß auch andere was davon haben.
 
Allerdings konnte ich mir die Stadt-Reinigung nur aus geschützter Umgebung betrachten. Schön anzusehen war es trotzdem. Die Straßenränder großflächig mit Wasser bedeckt, Fahrzeuge brausen heran und fontänengleich übergießt sich das Naß über den angrenzenden Fußweg. Feine Sache. Radfahrer versuchen (zwecklos) die Wasserlachen zu umfahren, Fußgänger erreichen die andere Straßenseite nur feuchten Schrittes. Bei dem starken Wind hat auch ein Schirm keine Chance, den Regen von Haupt und Haar seines Schirmherren abzuhalten. Geschweige denn von einer evtl. anwesenden Begleitperson. Jeder ist sich selbst der Nächste.
 
Auf dem Heimweg offenbarte sich dann recht schnell, welche Gastwirte ihre Nase am Wind hatten und welche den Wetterfrosch an die Wand warfen, weil sie glaubten, es sei ein verwunschener Prinz. Ein Freisitzschirm ist wohl nicht sonderlich windstabil. Es bleiben nur Fragmente übrig. Die versperren den hastenden Nachtschwärmern den Weg.
Ich bin einer von denen.
 
Pfützen und Rinnsale überall. Wer hat nur die Straßen konstruiert. Warum läuft de Brieje nich ab?
 
Ich bekomme langsam nasse Füße.
 
Und die Autofahrer könnten auch ein wenig Rücksicht nehmen!

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Sommerphantasie

Posted by duftbaeumchen - 29. Juli 2005

Nur
mal am Rande: trotz außenhängendem (und aktiviertem) Sonnenschutzschild
sind 26,6°C im Büro. Mir kommt es wärmer vor. Ich hab‘ keine Lust.
Nicht mal, mich zu bewegen. Dummerweise muß ich das, um nach Hause zu
gelangen. Eine Senfte mitsamt Trägern und braungebrannte,
spärlich bekleidete und palmwedelschwenkende Cocktaildarreicherinnen wären jetzt ’ne tolle
Sache. Sie betten mich auf kühlende Satinwäsche, füttern mich mit
frischen Früchten und Eis…

Ich phantasiere wohl schon.


Gleich ist Wochenende.

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Dauergespräch

Posted by duftbaeumchen - 26. Juli 2005

Es war unser erstes "persönliches" Konnektieren; haben uns noch nie gesehen, nur kurzen e-Mail-Kontakt gehabt.
Eigentlich bin ich ja nicht der Vieltelefonierer, eher der Beim-Reden-in-die-Augen-gucker. Wir haben gelacht, waren ernst. Haben von uns und unserer eigenen Welt erzählt, uns ausgefragt. Die Zeit verging.
Nach 156 Minuten und wenigen Sekunden war dann Schluß. Vorerst. Für sie als Frau ist eine solche Zeitspanne für’s Fonieren sicher nichts außergewöhnliches.

Aber ich bin keine Frau.


Man(n) muß sich das mal in Zahlen vorstellen: 156 Minuten = 2 Stunden und 36 Minuten. Am Stück. Ohne Pause.
Angenehm und kurzweilig war es schon; ich hätte sonst schon eher aufgelegt. Äußere Umstände zwangen uns dann, das Gespräch zu beenden. Wer weiß, vielleicht hätten wir meinen Rekord gebrochen – vier Stunden und ä bissl. Ist aber schon Jahre her und deshalb nicht mehr relevant.

Nur gut, daß es ein Ortsgespräch war.

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Feierabend

Posted by duftbaeumchen - 25. Juli 2005

Warum schüttet sich der Himmel aus, wenn ich nach Hause will?
Mein Wägelchen steht doch so weit weg und ich hab keinen Schirm.

Ich will nicht mehr wachsen!!

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Jagdfieber

Posted by duftbaeumchen - 25. Juli 2005

Was muß ein Kaufmannsladeninhaber tun, um den Umsatz zu steigern?
 
Genau. Immer mal wieder umräumen.
 
Freitag = Jagdtag.
 
Vorletzte
Woche hielten sich die von mir begehrten Lebens- und Genußmittel alle
am angestammten Platz auf. Der erfahrene Einkäufer hat ja schließlich
den Plan, seine Liste als solche zügig abzuarbeiten, um
anschließend – durch die Regalreihen schlendernd – nach Besonderheiten
und Neuigkeiten Ausschau zu halten. In dieser Beziehung bin ich sicher
ein Gewinn für jede Frau. Weder murre ich, noch dränge ich
auf schnelle Beendigung der Jagdveranstaltung.
Ich sehe den Wochenendeinkauf auch als Erlebnis an; Einkaufen
kann auch Spaß bereiten.

Man gönnt sich ja sonst nichts.
 
Doch
letzten Freitag war es anders. Bereits als ich das Revier betrat und
mich zielgerichtet zur Buttermilch bewegte – keine BuMi da. Komisch.
Dafür stand dort irgendwas anderes. Was nun? Der Mann an sich ist zwar
für die Jagd mit einem guten 3D-Sinn ausgestattet und kann auch auf
größere Entfernungen hervorragend sehen. Ca. 1 Meter vor dem Regal
verläßt ihn allerdings diese Eigenschaft sprunghaft.

Mir geht es da nicht anders.

Da
kann ich gucken, wie ich will, ich seh‘ einfach nicht das, was ich
suche. Mit etwas Abstand ging’s dann besser.  Das  begehrte
Milchgetränk steht eben nur ein paar Meter weiter rechts. Eine
Kleinigkeit im Bezug auf die vielen anderen Dinge, die ich nur mit Mühe
im Wirrwarr der unzähligen Lebens- und Nichtlebensmittel erspähen
konnte. Stellenweise fehlten ganze Regale. Einfach weg und dafür eine
Wühlkiste mit abgelaufenen Lebensmitteln. Mich wunderte, daß die
Trockensuppen nicht plötzlich im Kühlregal auftauchten und dafür der
Joghurt in trauter Vielsamkeit neben dem frisch gebackenen, noch warmen
Brot steht. Ich hoffe, daß wird bis nächsten Freitag noch optimiert.
Ich verstehe schon, daß aus verkaufspsycholgischer Sicht ein häufiger
Produktstandortwechsel sinnvoll ist. Allerdings kann ich ein solch
rigeroses Umräumen nicht billigen. Wenn ich doch mal nach einem Produkt
suche, welches mir aus der Werbung im Gedächtnis haftet, dann gibt’s
das doch auch nie. Also warum werde ich nun mit Dingen konfrontiert,
die mich eigentlich gar nicht interessieren? Erschwerend kommt hinzu,
daß, wenn ich dann doch was kaufenswertes entdeckt habe, ich meist
nicht direkt ‚rankomme.
Omma und Oppa (haben die nicht in der Woche Zeit einzukaufen?)
behindern gemütlich mit ihrem Wägelchen den Zugriff, weil sie sich
unbedingt jede Käsepackung ausgiebig und aus der Nähe betrachten müssen
und dabei keinesfalls den Schubkorb aus den Augen, geschweige denn aus
der Hand lassen wollen. Wie gesagt, ich bin ein gemütlicher Mensch und
stelle mich auch gerne dazu und betrachte mit ihnen gemeinsam die Liste
der Inhaltsstoffe; aber nach zwei Minuten wird es dann doch langweilig
(ich kann wohl schneller lesen). Ob nun 20 oder 40% Fettgehalt spielt
wohl in dem Alter auch keine Rolle mehr.

So vollzog sich der letzte Einkauf nicht in gewohnter Art.
Fast. Bis auf den Umstand, daß nach wie vor kein kontaktloses
Durchkommen infolge mitten im Gang stehender Einkaufswagen möglich war.
Wahrscheinlich sind immer sehr viele Spontankäufer unterwegs. Denen
fällt dann urplötzlich was ein und sie müssen, bevor die
Gedächtnisleistung ruckartig nachläßt, ihren Standort fluchtartig
wechseln und haben nicht ‚mal Zeit, den Wagen ordnungsgemäß zu parken.
Oder die machen das absichtlich um Kontakte zu knüpfen. Seltsamerweise
immer nur ältere, verlebensabschnittsgefährtete Mitbürger.

Niemals junge, hübsche, Singlefrauen.



Ach so, ich habe weniger gekauft als sonst.

Hat wohl nicht geklappt mit der Verkaufspsychologie.


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potenzierter Seichtsinn

Posted by duftbaeumchen - 21. Juli 2005

Wo in der Welt werden denn nur die unzähligen Laienschauspieler hergestellt? Ich möchte mir auch einen bestellen. Der darf dann bei den Putzhilferich geben.
 
Das Wetter gestaltet sich ja heute – obwohl ich frei und dies auch bei den zuständigen Stellen angezeigt habe –  nicht von der besten Seite.
 
Nix mit in-die-Sonne-legen.
 
Neben der "Hausarbeit" habe ich also die Glotze in Betrieb genommen. Egal, was ich einschalte: Nur Schrott. Ich bleibe hart; will mich in die Situation der vielen tagesfreizeithabenden Mitbürger hieinversetzen.
Doch irgendwie spielt sich mein Leben anders ab.
Frau Salesch & Kollegen richten lustig vor sich hin, BB-Alida quetscht in ihrer unnachgiebigen Art ein Geständnis aus Isas bester Freundin heraus und die Freunde für’s Leben voyeurisieren sich gegenseitig mit der Kamera. Sony scheint ganz ordentliche Videoaufnahmetechnik zu bauen. Zumindest leuchtet mir das Firmenlogo immer wieder entgegen. Unterbrochen von Produktinformationen. Umschalten bringt außer Trickfilmen mit permanent kreischend davonrennenden Pubertierenden bzw. einer Seelenreinigung durch Pfarrer Fliege auch keine Besserung.
 
Ich frage mich: Was soll das? Wer denkt sich solche hanebüchenen Geschichten aus? Gibt es überhaupt jemanden, der sowas für realistisch hält?
 
Mal sehen, wie lange ich das aushalte.
 
Gut, daß ich Montag wieder arbeiten gehen kann.
 
Ist zwar auch der Wahnsinn, aber hausgemachter.
 
Da darf ich mich nicht beschweren.
 

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Freizeit

Posted by duftbaeumchen - 21. Juli 2005

Toll. Ich habe zwei Tage frei und nun so ein Sch…-Wetter. Ich wollte Fenster putzen. Einmal im Jahr muß das ja auch mal sein. Naja, mal sehen, was morgen wird.
Falls jemand den Wunsch verspürt, mir seine kostenfreien Dienste dahingehend anzubieten, dann spreche sie oder er frei heraus. Alle anderen mögen schweigen.
 
Ich bin frustriert.

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Dampfbad

Posted by duftbaeumchen - 21. Juli 2005

Ich möchte an dieser Stelle meine Schwester loben.
Sie hat gestern Nacht außergewöhnliches geleistet. Ohne großartig zu jammern hat sie gut durchgehalten.
 
Danke Kathrin.
 
Wir waren gemeinsam tanzen. Mitten in der Woche. Im Havana.
Salsa, Merengue, Bacchiata – bunt gemixt. Zwei Runden haben wir geschafft – jeweils eine knappe Stunde am Stück. Dann war es schon kurz vor 1 Uhr.
Das nächste Mal nehme ich doch ein Handtuch mit.
Die Saugfähigkeit eines "Herren"taschentuches ist nicht sehr weit ausgeprägt.
P.S. Ein weiteres Lob möchte ich ganz allgemein der Kosmetikindustrie zuwerfen. Trotz körperlicher Anstrengung hatten die kleinen Bakterioiden keine Chance, irgendwelche sonderlichen Gerüche zu entwickeln.
 
Zwei Stunden Salsa – das Deo hält.
 
Heute Abend ist ganz normal Kurs und morgen gibt’s das Ganze dann nochmal – im Fuego Latino.
 
P.P.S.  Schade, daß Schnuckeline Maria Nachtfahrstunde hatte. Sie wäre so gerne mitgekommen.

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optimale Voraussetzungen

Posted by duftbaeumchen - 20. Juli 2005

"Stahl-Unternehmer soll neuer US-Botschafter werden

Der 67-jährige Stahl-Unternehmer William Timken soll neuer
US-Botschafter in Deutschland werden. Timken gehört dem
Amerikanisch-Japanischen Wirtschaftsrat an und wurde in Frankreich als
Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet. Er spricht jedoch kaum Deutsch
und verfügt über keine diplomatische Erfahrung."

Quelle: Handelsblatt

Ich spreche weder portugisisch, noch habe ich Erfahrungen im
Touristikbereich. Ich biete mich trotzdem an, für ein Jahr bezahlten
"Urlaub" bei meinen Freunden in Portugal zu machen. Als Testperson für
Auslandsaufenthalte sozusagen.

Falls also jemand genügend Geld übrig hat und mich dahingehend unterstützen will…

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