Duftbaeumchens Blog

Kistenkullern

Posted by duftbaeumchen - 25. Juni 2005

Die Sonne strahlt zum Schlafzimmer herein. Wochenende. Ausschlafen.

Denkste. Anja zieht um. Im Hochsommer. Toll.

Weil sie eine sehr gute und liebe Freundin ist, mache ich natürlich mit. Ich bin zwar erst um eins ins Bett (wegen Weinfest), aber was tut man nicht alles. Na gut, dann fahre ich später baden.
Glücklicherweise waren die Umzugskisten, -kästen, -tüten und sonstigen Transportbehältnisse fertig gepackt und abholbereit. Aus zwei Wohnungen; 5. Etage und 2. Etage – natürlich ohne Aufzug. Mir macht sowas ja nicht viel aus, da ich ebenfalls jeden Tag fünf Etagen bis zur Tiefgarage muß (will). Trotz Fahrstuhl.
Aber bei der Hitze, bepackt mit allerlei Krimskrams, wird irgendwann der Schritt schwerer.
Mir fällt eine Waage in die Hände und wiege mich zwischendurch: 59,5 kg. Mit Schuhen, dünner Hose und Shirt. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Waage richtig funktioniert. Sie gehört ja einer Frau und die schummeln wohl manchmal.
Der Schweiß rinnt nicht nur das Gesicht herab. Besonders angenehm empfinde ich es, wenn sich das salzige Wasser seinen Weg Richtung Augen bahnt und sich dort sammelt. Genau in dem Moment, wenn meine Hände mit anderen Dingen beschäftigt sind. Zum Beispiel mit dem Transportieren einer mit Büchern bis fast zum Rand gefüllten Kiste. Kopf schütteln und nach oben pusten helfen da nicht. Die Schwester mit dem Tupfer ist auch gerade in der Mittagspause. Chefarzt müßte man sein.
Na gut, auch ein Blinder findet den Weg nach unten. Das Shirt wird feuchter. Die Bauch-, Bein- und Pomuskeln werden gefordert und das Treppensteigen ersetzt mühelos ein work out im Fitneßstudio.
Mit fünf Kraftfahrzeugen gings dann zum neuen Objekt. Den ganzen Kram ausgeladen und zu siebent die Treppen hoch. Dritte Etage. Auch ohne Lift.

Dafür war der Aufgang wesentlich enger.

Sonst macht’s ja keinen Spaß. Die Kisten und Möbelstücke fanden einen provisorischen Platz. Letztlich haben wir auch noch das Schlafzimmer so gut wie komplett aufgebaut. Wenn dann die Klamotten ausgeräumt und in den Schränken verstaut sind, wird’s bestimmt schlagartig luftiger.

Mann, haben Frauen viel anzuziehen.

Als wir dann fertig waren, fing es an zu regnen. Nix mehr mit Sonne am See. Und schon gar nicht mit Strandparty am Abend. Muß ja auch nicht. Nun feiern wir halt in einer Garage. Es wird trotzdem lustig.

Ach so, wir sind nun Nachbarn. Zumindest fast. Unsere Balkons sind nur wenige Meter voneinander entfernt.
Dann steht einem gemeinsamen Frühstück in der Morgensonne nichts mehr im Wege.

Ich geh mal noch duschen (irgendwas klebriges ist an mir).

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